Die zehn besten Tipps zum Gründungszuschuss

Was können Sie als Gründungsinteressierter tun um auch in Zukunft den Gründungszuschuss zu bekommen? Trotz massiver Kürzungen beträgt der Gründungszuschuss künftig immer noch bis zu 16.000 Euro und stellt somit immer noch das beste Gründungsinstrument dar. Bis 2013 wird aber nur noch jeder dritte bis vierte Antrag bewilligt, so schauen zumindest Stand heute die Planungen des Gesetzgebers aus. Erschwerend kommt hinzu, dass leider auch der Rechtsanspruch auf Gründungszuschuss weggefallen ist.

In Zukunft entscheidet jede Agentur nach bestem Wissen und Gewissen auch in Nürnberg, Fürth und Erlangen, nach Budgetlage und auf Basis der eingereichten Unterlagen. Wer aber in Zukunft seine Gründung aus der Arbeitslosigkeit richtig angeht, hat auch in den kommenden Monaten und Jahren sehr gute Chancen auf die Förderung durch den Gründungszuschuss.

Hier die 10 besten Tipps:  

1. Der richtige Gründungszeitpunkt:  Leere, bunte Stühle für Gründer aus der Arbeitslosigkeit. Die 10 besten Tipps zum Gründungszuschuss

Passen Sie Ihren Gründungszeitpunkt an die jeweilige Kassenenlage/Budgetlage Ihrer Arbeitsagentur an. Halten Sie sich auf dem Laufenden, halten Sie Kontakt zur Ihrer regionalen „Gründerszene“ idealerweise zu Gründungsberatern. Wenn das vorgesehene Budget Ihrer Agentur für Arbeit, zur Neige geht, werden die Anträge abgelehnt bis wieder neue Mittel zur Verfügung stehen. Wer zum richtigen Zeitpunkt gründet und den Antrag auf Gründungszuschuss stellt, erhöht seine Chancen auf Bewilligung.

2. Der richtige Umgang mit Ihrem Berater der Arbeitsagentur:

Die Berater der Arbeitsagenturen werden aktiv und akribisch nach Ablehnungsgründen suchen, um die vorgegebenen Ziele bei den Einsparungen (Kürzung des Gründungszuschuss-Budgets um 74 Prozent) zu erreichen. In Zukunft wird es noch mehr darauf ankommen, dass Sie formale Fehler vermeiden, Ihre persönliche wie auch fachliche Eignung überzeugend darstellen. Sie werden Ihre Entscheidung zur Selbständigkeit, Ihre Motivation zur Gründung richtig und sinnvoll begründen müssen, damit der Antrag bewilligt wird.

Sollten Sie von Anfang an persönliche, menschliche Schwierigkeiten mit Ihrem Berater haben, kann es sogar sinnvoll sein, eine andere Betreuung zu beantragen. Wir unterstützen Sie gerne bei diesem Vorhaben.

3. Bei konkreten und langfristigen Gründungsplänen:

Sie planen schon seit längerem Ihre Selbständigkeit? Dann beziehen Sie die beiden Faktoren, wie Zeitpunkt und Standort von Anfang an mit in Ihre Planung ein. Sie planen einen Umzug? In manchen Fällen kann es sogar Sinn ergeben, in den Verantwortungskreis einer anderen Agentur für Arbeit zu ziehen, weil hier möglicherweise die Budgetlage besser ist. Dieses ist bei uns im Nürnberger Umland sehr unkompliziert. Hier treffen die Städte  Nürnberg, Fürth und Erlangen innerhalb eines Radius von 10 Kilometer aufeinander.

Oftmals unterscheiden sich die einzelnen Vorgehensweisen der Agenturen erheblich. Die Budgetlage wird sicherlich nicht in jeder Stadt gleich sein, erkundigen Sie sich und halten Sie auch hier Kontakt zur Gründerszene. Sprechen Sie uns an, wir kennen die jeweilige Budgetlage in den Regionen.

4. Der überzeugende Businessplan:

Ein überzeugender und sauber formulierter Businessplan ist noch wichtiger als bisher. Achten Sie bei der Formulierung auf die jeweiligen notwendigen Inhalte. Die Anforderungen an einen Businessplan ändern sich kontinuierlich. Vermeiden Sie es vorgefertigte Businesspläne zu nutzen, mit diesen verdienen andere Ihr Geld, diese erhöhen aber nicht Ihre Chancen auf den Zuschuss. Planen Sie nicht zu optimistisch. Sie müssen zwar nachweisen, dass Sie innerhalb der Förderungsphase genügend Umsatz generieren um auf eigenen Beinen stehen zu können, aber eine zu optimistische Planung kann für die Agentur bedeuten:

„Diese Gründung braucht keine Förderung, sie trägt sich ja von Anfang an selbst“.

5. Ablehnung trotz gutem Vorhaben:

Geben Sie nicht gleich auf, auch wenn Ihr Antrag trotz guter Qualität Ihrer Geschäftsidee und Ihrer Unterlagen abgelehnt wird. Es bestehen sehr gute Chancen, durch einen gut formulierten Widerspruch und ggf. Sozialgerichtsverfahren doch noch zu einer Bewilligung des Zuschusses zu gelangen. Wir gehen davon aus, dass einige Arbeitsagenturen zunächst bei Zweifeln ablehnen werden – aus der Hoffnung heraus, dass nur ein Teil der Betroffenen Widerspruch einlegt bzw. ein Sozialgerichtsverfahren einleitet.

6. Die richtige Wahl der fachkundigen Stelle (Tragfähigkeitsbescheinigung):

Auch in Zukunft muss der Businessplan durch eine fachkundige Stelle geprüft werden. Durch den Wegfall des Rechtsanspruchs, sprich durch das Ermessensprinzip wird es regional nicht zu unterschätzende Unterschiede geben. Die Arbeitsagentur in Nürnberg mag auf einen Aspekt der Planung Wert legen, der z. B. bei der Agentur in Erlangen eher schädlich ist. Eine Gefahr liegt auch darin, dass sich die Kriterien immer wieder ändern. Sprechen Sie ausschließlich mit erfahrenen Existenzgründungsberatern, die die Verhältnisse vor Ort sehr gut kennen und die mit allen Formalitäten und Gegebenheiten vertraut sind.

Viele Arbeitsagenturen sehen bei fachkundigen Stellungnahmen von Steuerberatern Interessenkonflikte, dieses ergab vor kurzen eine Studie der Bundesagentur für Arbeit.

7. Ihre fachliche Kompetenz:

Bisher wurde die fachliche Kompetenz eher vernachlässigt. In Zukunft ist davon auszugehen, dass diese nicht nur durch Beilage Ihres Lebenslaufs sozusagen bewiesen wird. Achten Sie darauf, dass Ihre fachliche Kompetenz durch Bescheinigungen, Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen, wie z. B. Besuch von Seminaren, Fortbildungsmaßnahmen etc. nachgewiesen wird. Im Zweifelsfall lieber zu viele Bescheinigungen beilegen, als zu wenige. Auch wenn diese Ihnen auf den ersten Blick nicht wichtig erscheinen, hier zählt der Wille der fachlichen Weiterqualifizierung.

8. Ihre soziale Kompetenz:

Die soziale Kompetenz wurde bisher, wenn überhaupt, durch die Gespräche mit Ihrem Berater der Agentur für Arbeit geprüft und im Businessplan ausformuliert. In Zukunft wird auf Ihre soziale Kompetenz genau so Wert gelegt, wie auf Ihre fachliche Kompetenz. Üben Sie rechtzeitig den Umgang mit dem Berater der Arbeitsagentur, trainieren Sie die notwendigen Umgangsformen und machen Sie sich mit den Anforderungen an die soziale Kompetenz vertraut. Wir unterstützen Sie dabei, sprechen Sie uns an.

9. Die richtige Finanzplanung:

Die Finanzplanung stellt den „Zahlenteil“ Ihres Businessplans dar. Bisher konnte davon ausgegangen werden, dass die Finanzplanung in Ihrer Form eher eine untergeordnete Rolle innerhalb des Businessplans spielte. Dieses wird sich in Zukunft ändern. Bei der Finanzplanung wird es eine große Rolle spielen, dass diese a) vollständig, b) gut gegliedert und c) verständlich aufgebaut ist.

Die Berater bei den Agenturen werden mit großer Wahrscheinlichkeit den Plan nur einmal anschauen und wenn Sie diesen nicht verstehen, erhöht dieses das Risiko einer Ablehnung.

10. Nehmen Sie geförderte Beratung in Anspruch:

Existenzgründer die sich begleiten und beraten lassen, sind nachweißlich erfolgreicher am Markt und können sich dadurch viel schneller selbst finanzieren. Der Staat, die Länder und die EU fördern nach wie vor die Beratung durch eine Vielzahl von Programmen wie z. B. das Vorgründungscoaching, Gründercoaching Deutschland. Die Beratungen werden, je nach Region, zwischen 70 und 90% bezuschusst. So können Sie bis zu 9.000 Euro an Beratungskosten einsparen.

Ein erfahrener Berater erhöht nicht nur Ihre Chancen, den Gründungszuschuss bewilligt zu bekommen, er unterstützt Sie zudem beim Aufbau Ihres Unternehmens und gibt Ihnen die jeweiligen regional orientierten Hinweise, Tipps und Tricks mit auf den Weg.

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Planung, kommen Sie auf uns zu und vereinbaren einen kostenlosen Ersttermin.

Google Analytics Alternative Clicky